Wie kam es zu dieser Sammlung?
Die Medien dieser Sammlung wurden durch Dieter Welz Ulm in den Jahren 1997 ... 2012
erstellt.
Die Situation im Jahre 1997 ist heute kaum mehr nachvollziehbar. Schulen waren gerade dabei, das Web für sich zu entdecken und
die Bundesländer richteten landeseigene Bildungsserver ein. Ein wenig Platz für eigene Seiten war noch eine Sache von Anfrage
und Verhandlungen, was auch von Misstrauen zu diesem Vorhaben geprägt war und mit Speicherplatz-Beschränkungen.
Die Idee für eine eigene Sammlung kam mir nachdem die EVS (damalige Energieversorgung Schwaben) Unterrichtsfolien für Lehrer im
Netz zur Verfügung gestellt hatte.
So startete die dwu-Sammlung zunächst einmal innerhalb der ersten Seiten der Homepage der eigenen Schule, um Kollegen eigene
digitale Folien zur Verfügung zu stellen, die direkt von der Website aus auf einem Farbdrucker ausgedruckt werden konnten und
dann auf dem Tageslichtschreiber die Unterrichts-Inhalte in ordentlicher Größe darstellbar machten.
Die angebotenen Foliensätze von Verlagen waren teuer und meist rasch unvollständig, weil die Medien oft nicht mehr den Weg
zurück in den Ordner fanden. Bei der Projektion auf die Tafel konnte man in die Folie hineinarbeiten, all das, was ein heutiges
Witeboard natürlich etwas einfacher ermöglicht und die digitalen Folien und Arbeitsblätter weiterhin nutzbar macht. |

dwu-Startseite vom 13.4.97 |
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| Wie kam die dwu-Sammlung zur ZUM? |
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| Die Lehrerin Margit Fischbach hatte damit begonnen, den Server der ZUM für kostenlose
Unterrichts-Materialien aufzubauen, hatte dafür genügend Speicherplatz und suchte gleichgesinnte Kollegen, um ein gemeinsames
Web-Angebot für die Schulen zu formen. Durch die Vereinbarung, die dwu-Sammlung auf die ZUM zu verlagern, war der nötige
Freiraum vorhanden, um die Sammlung ohne Beschränkungen weiter entwickeln zu können. Erfolgs-Prognosen gab es noch keine, aber
die Statistik zeigte, dass eine |
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| Nachfrage mit zunächst etwa 100 Mediendownloads pro Tag vorhanden war und diese Nachfrage
sogar ständig zunahm. Es kamen weitere Kollegen zur ZUM und wir haben dann im Laufe der Zeit die ZUM zu einem gemeinnützigen
Verein gemacht. Der private Bildungsserver "zum.de" behielt als Bundesländer-übergreifender Server seine Schaffens-Freiheit und
strukturierte sich zunächst nach Bundesländern und Fächern. Die dwu-Sammlung integrierte sich von Anfang an als "allgemeine",
für sich abgeschlossene Sammlung in die ZUM, solange die dwu-Dateien auch ohne Umwege dort über die Suchmaske gefunden wurden. |
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Was macht den Erfolg der dwu-Sammlung aus?
Der Erfolg von dwu ist mit dem Erfolg der ZUM eng verknüpft. In der "Pionier-Phase" (Ende 90er- / Anfang
2000er-Jahre) verzeichnete die ZUM einen nicht vorhersehbaren Höhenflug ständiger Zugriffs-Steigerungen. Immer mehr Schulen
entdeckten das Internet für sich und der private Bildungsserver der ZUM übertraf mit viel Engagement ohne Förderung die
einzelnen Bildungsserver der Länder trotz deren personeller und materieller Ausstattung. Die Idee eines kostenlosen
Medien-Angebots von Lehrern für Lehrer faszinierte und führte zu einem ständig zunehmenden Kreis von Autoren, die auf ZUM ihre
eigenen Werke veröffentlichten. Margit Fischbach war unermüdlich dabei, die ZUM publik zu machen. Viele ähnliche Web-Initiativen
erreichten auf Grund kommerzieller Ausrichtung keinen dauerhaften Erfolg.
Die dwu-Statistik links zeigt den rasanten Anstieg der Anfangsphase, den Wandel von Schule und die Sättigungsphase im Download
auf Grund der erweiterten Vielfalt der Web-Angebote.
2003 kamen Animationen, später interaktive Lerndateien in der dwu-Sammlung dazu, als
sich nach dem Pisa-Schock die Schule zu "neuen" Lernformen umorientierte.
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Digitalen Folien und Kopiervorlagen hatten nicht mehr den bisherigen Stellenwert und das
Interesse nach Lerndateien für eigenes Arbeiten nahm zu. Vieles aus dem allgemeinen Web-Angebot war für die Schule wenig geeignet,
sehr beschränkt nutzbar und teuer. Das eLearn-Segment der dwu-Sammlung wurde passend für die Schule aus der Praxis für die
Praxis entwickelt. Bald eroberten sich auch die digitalen Folien wieder etwas mehr Bedeutung zurück im Einsatz auf Whiteboards
oder bei Referaten im Unterricht. Über 50 Millionen Medien-Downloads war am Anfang keinesfalls vorhersehbar. Es zeigt auch
die Zunahme des Mediums Internet im Unterricht deutlich auf. Die große Nachfrage nach der dwu-Mediensammlung führte in den Jahren
1998 bis 2013 zum Verkauf einer CD-ROM im Rahmen eines Kleinunternehmens als Einzel- oder Schullizenz. Was für den Unterricht der
Realschule konstruiert wurde, wurde auch von Gymnasien, Ausbildungsabteilungen von Großbetrieben und Universitäten bestellt und
enthielt darüber hinaus die Folienmedien auch in einer höheren Auflösung. Die dwu-Unterrichtsmaterialiensammlung blieb parallel
dazu unter den dwu-Nutzungsbedingungen im freien Download verfügbar. Darüber hinaus wurden Abbildungen aus den dwu-Medien in
Firmen-Veröffentlichungen, Referaten, wissenschaftlichen Arbeiten und Büchern und bei einem Tag der offenen Tür am
Forschungsreaktor München verwendet.
Der Downloadwert 50.000.000 wurde von 1997 bis April 2018 erreicht und die Medien-Statistik danach nicht mehr
fortgesetzt. Beim Umzug der Domain im Dezember 2022 zur privaten Website kamen in 12 Tagen über 34.000 Mediendownloads zusammen.
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Wer hat die dwu-Sammlung erstellt? dwu-Info
Um dwu zu einer möglichst umfassenden Sammlung zu machen, bei der man schnell an die einzelnen Medien kommt, ohne die
Brauchbarkeit erst nach dem oft auch noch bezahlten Herunterladen feststellen zu müssen wurde die gesamte Sammlung von Dieter Welz
selbst nach eigenen Vorstellungen mit selbst erstellten Medien geschaffen. Eigene Schulerfahrungen mit mehreren Schulwechseln führten
über eine Lehre und den zweiten Bildungsweg zum PH-Studium der Fächer Physik und Mathematik. Vielen der Medien sind auf dem Background
der eigenen Schulsituationen entstanden. Das hat zwar etwas Zeit gedauert, letztlich aber zu einem homogenen Gesamtwerk der
verschiedenen Medienarten geführt. Als Team-Arbeit wäre das in dieser Form nicht möglich gewesen. Auf ein Engagement in den Social Media
wurde von Anfang an bewusst verzichtet. Ein individuelles Feedback war mir dabei stets wichtiger als die Beschäftigung mit Followern. In
den Jahren 1998 bis 2013 wurden die dwu-Unterrichtsmaterialien im Rahmen einer Nebenerwerbs-Firma auch auf CD-ROM herausgegeben, wo sie
von vielen Lehrern, Schulen und betrieblichen Ausbildungsabteilungen im deutschsprachigen Raum erworben wurden.
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Die Geschichte der dwu-Animationen 
reicht in das Jahr 1978 zurück, der Zeit des Super8-Films, als ich zur Verdeutlichung des Verhaltens der Atome /
Moleküle im festen, flüssigen und gasförmigen Zustand einen Zeichentrickfilm für meinen Unterricht drehte. Für einen ersten Testfilm
hatte ich in großer Zahl rote Kreisscheiben (Atome) und grüne Rechteckstreifen (Bindungen) auf Tonpapier platziert, ein Einzelbild
aufgenommen, dann die Symbole etwas weiter bewegt, wieder ein Einzelbild aufgenommen, ... und gewartet, bis der belichtete Film aus dem
Labor zurück kam. Die Erklärungstexte des Stummfilms wurden mit einem Kunststoff-Buchstabensatz in weiß / in rot aufgenommen. Das
Resultat war stark verbesserungswürdig und unharmonisch. Jeweils 2 identische Einzelbilder waren in der Bildfolge ausreichend, die
Bewegung der Symbole musste in einem parallel geführten Skizzenblatt mit Pfeilen und Bewegungshäufigkeits-Strichen protokolliert werden.
8 Bildsituationen pro Sekunde Film ergab 480 Doppelbilder pro Filmminute. Der dann auf dem eigenen Schnittgerät montierte Film fiel
zufriedenstellend aus und war ein willkommenes Unterrichtsmedium zur Verdeutlichung der Vorgänge. Ich schrieb einen Verlag an und man
forderte eine Kopie meines Films zur Ansicht an. Nach mehreren Monaten des Wartens bekam ich ihn nach meiner Rückfrage wieder dankend
zurück. Ich würde sicher einsehen, dass man als Verlag bessere Möglichkeiten hätte und man habe gerade mehrere Filme zur Erweiterung des
Verlagsangebots in Arbeit. Um eine Erfahrung reicher wurde ich darin bestärkt die dwu- Unterrichtsmaterialiensammlung ganz als eigenes
Webprojekt aufzubauen. In 2003 war Flash dann das geeignete Mittel, die alte Idee wieder aufzugreifen und SwishMax das ideale Programm
dafür, um nicht nur Trickfilme zu erstellen, sondern diese auch interaktiv zu gestalten. Im Gegensatz zu Java-Applets liefen diese
problemlos ohne lange Ladezeiten bis Flash in 2020 von Adobe aufgegeben wurde. Google bot im Web das Umwandlungstool Swiffy an, um Flash
in HTML5 konvertieren zu können. Die dwu-Animation zum Elektromotor konnte damit erfolgreich in HTML5 umgewandelt werden, alles in einer
Webdatei in einem Javascript-Code mit nötiger Runtime-Datei von Swiffy. Mitte 2016 nahm Google das Umwandlungstool vom Netz, weil es
nicht mehr benötigt würde. Es begann eine lange Suche nach einer Aternative für die Umwandlung von interaktiven Animationen in HTML5,
ohne alles nochmals neu schaffen zu müssen. Gleichzeitig wurde Flash nur noch im Abo-Modell angeboten, die neuen Browser verweigerten
Flash in der Anzeige und der Flashplayer von Adobe verschwand von den Rechnern. Mit dem alternativen Flashplayer Ruffle (Open Source
Project) wurde eine praktikable Lösung der Nutzung der dwu-Animationen gefunden, über eine lokale Installation von Ruffle oder durch
Drag an Drop in der Demo- Website von Ruffle. Die dwu-Animationen sind daher jeweils für Physik / Mathematik in einem downloadbaren
ZIP-Archiv zusammengefasst und leider nicht mehr innerhalb der dwu-Sammlung nutzbar.
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Die Zukunft der dwu-Sammlung:
Am 20.11.22 hat die dwu-Sammlung den Server der ZUM verlassen, um wieder ohne unnötige Umwege erreichbar zu sein, wie
dies in den vorherigen Jahrzehnten der Fall gewesen war. All meine Webprojekte sind jetzt private Websites.
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Unter der Webadresse dwu-unterrichtsmaterialien.de findet man die Medien mit schnellem, intuitiven Zugriff
und hoher Nutzung speziell der Interaktiven Lerndateien (dwu-Lernstudio) bei Übungen zu den Grundlagen der Mathematik
(Bruchrechnen, Gleichungslehre, ... ) und der Physik (Elektrizitätslehre, Mechanik, Elektromagnetismus, Atomphysik, ...) mit
z.B. über 45.000 Aufrufe interaktiver Lerndateien im Januar 2023 (über 1.000 Mathematik-Übungen
pro Tag). Über das -Symbol erreicht man
ein kleines ausdruckbares Themenlexikon zum jeweiligen Themenbereich.
Viele Benutzer-Feedbacks haben gezeigt, dass sie nach wie vor für den Unterricht,
z.B. am interaktiven Whiteboard und die häusliche Nachhilfe gerne verwendet wird. Das Zugriffs-Problem auf die dwu-Animationen
nach der Abschaltung von Flash schien lösbar mit Google-Swiffy, das aber während der Konvertierungsphase von Google nicht mehr
zur Verfügung gestellt wurde.
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Eine praktikable, nicht kommerzielle und funktionierende
Lösung wurde gefunden. Die weitere Zukunft meiner Websites ist offen. Gehen
wir mal davon aus, dass diese Sammlung noch einige Jahre unter den speziellen dwu-Nutzungsbedingungen angeboten werden kann
(keine OER-Lizenz, keine CC-Lizenz wegen der damit verbundenen Freigaberegeln). Als Konstrukteur /
Autor habe ich leider oft genug Verstöße gegen mein Urheberrecht erlebt und dagegen vorgehen müssen, wenn Kollegen z.B. meine Medien auf
sich umettiketiert oder eine kommerzielle, unautorisierte Veröffentlichung mit fast ausschließlich meinen Werken gemacht haben, teils
nicht sinnentsprechend, in schlechter Qualität oder nicht maßstabsgetreuem Koordinatensystem.
All meine Webprojekte stehen ohne Werbung, soziale Netzwerke oder aufwändige Servertechnik zur Verfügung. Es gibt dabei kein Tracking
und keine Cookies.
Mit dieser Website werden keine Einnahmen gemacht.
Diese Sammlung wurde zur Zeit des PCs begonnen, bis 2012 ständig erweitert, liegt somit nicht in hybridem HTML vor und ist daher nur
bedingt im Hochkant-Format nutzbar. Ein Support kann nicht mehr geleistet werden. Informieren Sie sich bitte über die Hilfeseite.
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