Die Geschichte der dwu-Unterrichtsmaterialien
dwu-Zeitleiste   Überblick: 
Die Geschichte der dwu-Unterrichtsmaterilalen begann noch vor dem Start des öffentlichen Internets mit dem Erstellen eines Unterrichts-Trickfilms zum Thema Aggregatzustände.
Das Medium Internet bot dann die Möglichkeit, frei verfügbare Medien für den Unterricht in eigener Regie noch vor dem Start der Google Suchmaschine über das Web zu publizieren und auch auf CD-ROM herauszugeben.
Die dafür gegründete Nebenerwerbs-Firma war bis 2013 für den Verkauf der CD an Schulen, Betriebe und Lehrer eingerichtet. In dieser Zeit war die dwu-Sammlung auch auf CD erhältlich mit Aktualisierung über die dwu-Kundenwebsite.
Seit Beginn der dwu-Sammlung stehen alle dwu-Medien im freien Download unter den Nutzungsbedingungen der Website zur Verfügung.
Seit 11/2022 ist dwu-Unterrichtsmaterialien ein privates Webprojekt.
 Wie kam es zu dieser Sammlung? 
Die Medien dieser Sammlung wurden durch Dieter Welz Ulm in den Jahren 1997 ... 2012 erstellt.
Die Situation im Jahre 1997 ist heute kaum mehr nachvollziehbar. Schulen waren gerade dabei, das Web für sich zu entdecken und die Bundesländer richteten landeseigene Bildungsserver ein. Ein wenig Platz für eigene Seiten war noch eine Sache von Anfrage und Verhandlungen, was auch von Misstrauen zu diesem Vorhaben geprägt war und mit Speicherplatz-Beschränkungen.
Die Idee für eine eigene Sammlung kam mir nachdem die EVS (damalige Energieversorgung Schwaben) Unterrichtsfolien für Lehrer im Netz zur Verfügung gestellt hatte.
So startete die dwu-Sammlung zunächst einmal innerhalb der ersten Seiten der Homepage der eigenen Schule, um Kollegen eigene digitale Folien zur Verfügung zu stellen, die direkt von der Website aus auf einem Farbdrucker ausgedruckt werden konnten und dann auf dem Tageslichtschreiber die Unterrichts-Inhalte in ordentlicher Größe darstellbar machten.
Die angebotenen Foliensätze von Verlagen waren teuer und meist rasch unvollständig, weil die Medien oft nicht mehr den Weg zurück in den Ordner fanden. Bei der Projektion auf die Tafel konnte man in die Folie hineinarbeiten, all das, was ein heutiges Witeboard natürlich etwas einfacher ermöglicht und die digitalen Folien und Arbeitsblätter weiterhin nutzbar macht.
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dwu-Startseite vom 13.4.97

 Wie kam die dwu-Sammlung zur ZUM?   
Die Lehrerin Margit Fischbach hatte damit begonnen, den Server der ZUM für kostenlose Unterrichts-Materialien aufzubauen, hatte dafür genügend Speicherplatz und suchte gleichgesinnte Kollegen, um ein gemeinsames Web-Angebot für die Schulen zu formen. Durch die Vereinbarung, die dwu-Sammlung auf die ZUM zu verlagern, war der nötige Freiraum vorhanden, um die Sammlung ohne Beschränkungen weiter entwickeln zu können. Erfolgs-Prognosen gab es noch keine, aber die Statistik zeigte, dass eine ZUM97
Nachfrage mit zunächst etwa 100 Mediendownloads pro Tag vorhanden war und diese Nachfrage sogar ständig zunahm. Es kamen weitere Kollegen zur ZUM und wir haben dann im Laufe der Zeit die ZUM zu einem gemeinnützigen Verein gemacht. Der private Bildungsserver "zum.de" behielt als Bundesländer-übergreifender Server seine Schaffens-Freiheit und strukturierte sich zunächst nach Bundesländern und Fächern. Die dwu-Sammlung integrierte sich von Anfang an als "allgemeine", für sich abgeschlossene Sammlung in die ZUM, solange die dwu-Dateien auch ohne Umwege dort über die Suchmaske gefunden wurden.
Webstat1203  Was macht den Erfolg der dwu-Sammlung aus? 
Der Erfolg von dwu ist mit dem Erfolg der ZUM eng verknüpft. In der "Pionier-Phase" (Ende 90er- / Anfang 2000er-Jahre) verzeichnete die ZUM einen nicht vorhersehbaren Höhenflug ständiger Zugriffs-Steigerungen. Immer mehr Schulen entdeckten das Internet für sich und der private Bildungsserver der ZUM übertraf mit viel Engagement ohne Förderung die einzelnen Bildungsserver der Länder trotz deren personeller und materieller Ausstattung. Die Idee eines kostenlosen Medien-Angebots von Lehrern für Lehrer faszinierte und führte zu einem ständig zunehmenden Kreis von Autoren, die auf ZUM ihre eigenen Werke veröffentlichten. Margit Fischbach war unermüdlich dabei, die ZUM publik zu machen. Viele ähnliche Web-Initiativen erreichten auf Grund kommerzieller Ausrichtung keinen dauerhaften Erfolg.
Die dwu-Statistik links zeigt den rasanten Anstieg der Anfangsphase, den Wandel von Schule und die Sättigungsphase im Download auf Grund der erweiterten Vielfalt der Web-Angebote.
2003 kamen Animationen, später interaktive Lerndateiel in der dwu-Sammlung dazu, als sich nach dem Pisa-Schock die Schule zu "neuen" Lernformen umorientierte.
Digitalen Folien und Kopiervorlagen hatten nicht mehr den bisherigen Stellenwert und das Interesse nach Lerndateien für eigenes Arbeiten nahm zu. Vieles aus dem allgemeinen Web-Angebot war für die Schule wenig geeignet, sehr beschränkt nutzbar und teuer. Das eLearn-Segment der dwu-Sammlung wurde passend für die Schule aus der Praxis für die Praxis entwickelt. Bald eroberten sich auch die digitalen Folien wieder etwas mehr Bedeutung zurück im Einsatz auf Whiteboards oder bei Referaten im Unterricht. Über 50 Millionen Medien-Downloads war am Anfang keinesfalls vorhersehbar. Es zeigt auch die Zunahme des Mediums Internet im Unterricht deutlich auf. Die große Nachfrage nach der dwu-Mediensammlung führte in den Jahren 1998 bis 2013 zum Verkauf einer CD-ROM im Rahmen eines Kleinunternehmens als Einzel- oder Schullizenz. Was für den Unterricht der Realschule konstruiert wurde, wurde auch von Gymnasien, Ausbildungsabteilungen von Großbetrieben und Universitäten bestellt und enthielt darüber hinaus die Folienmedien auch in einer höheren Auflösung. Die dwu-Unterrichtsmaterialiensammlung blieb parallel dazu unter den dwu-Nutzungsbedingungen im freien Download verfügbar. Darüber hinaus wurden Abbildungen aus den dwu-Medien in Firmen-Veröffentlichungen, Referaten, wissenschaftlichen Arbeiten und Büchern und bei einem Tag der offenen Tür am Forschungsreaktor München verwendet.
Der Downloadwert 50.000.000 wurde von 1997 bis April 2018 erreicht und die Medien-Statistik danach nicht mehr fortgesetzt. Beim Umzug der Domain im Dezember 2022 zur privaten Website kamen in 12 Tagen über 34.000 Mediendownloads zusammen.
 Wer hat die dwu-Sammlung erstellt?  Pfeil dwu-Info
Um dwu zu einer möglichst umfassenden Sammlung zu machen, bei der man schnell an die einzelnen Medien kommt, ohne die Brauchbarkeit erst nach dem oft auch noch bezahlten Herunterladen feststellen zu müssen wurde die gesamte Sammlung von Dieter Welz selbst nach eigenen Vorstellungen mit selbst erstellten Medien geschaffen. Eigene Schulerfahrungen mit mehreren Schulwechseln führten über eine Lehre und den zweiten Bildungsweg zum PH-Studium der Fächer Physik und Mathematik. Vielen der Medien sind auf dem Background der eigenen Schulsituationen entstanden. Das hat zwar etwas Zeit gedauert, letztlich aber zu einem homogenen Gesamtwerk der verschiedenen Medienarten geführt. Als Team-Arbeit wäre das in dieser Form nicht möglich gewesen. Auf ein Engagement in den Social Media wurde von Anfang an bewusst verzichtet. Ein individuelles Feedback war mir dabei stets wichtiger als die Beschäftigung mit Followern. In den Jahren 1998 bis 2013 wurden die dwu-Unterrichtsmaterialien im Rahmen einer Nebenerwerbs-Firma auch auf CD-ROM herausgegeben, wo sie von vielen Lehrern, Schulen und betrieblichen Ausbildungsabteilungen im deutschsprachigen Raum erworben wurden.
 Die Geschichte der dwu-Animationen  dwu-Animation
reicht in das Jahr 1978 zurück, der Zeit des Super8-Films, als ich zur Verdeutlichung des Verhaltens der Atome / Moleküle im festen, flüssigen und gasförmigen Zustand einen Zeichentrickfilm für meinen Unterricht drehte. Für einen ersten Testfilm hatte ich in großer Zahl rote Kreisscheiben (Atome) und grüne Rechteckstreifen (Bindungen) auf Tonpapier platziert, ein Einzelbild aufgenommen, dann die Symbole etwas weiter bewegt, wieder ein Einzelbild aufgenommen, ... und gewartet, bis der belichtete Film aus dem Labor zurück kam. Die Erklärungstexte des Stummfilms wurden mit einem Kunststoff-Buchstabensatz in weiß / in rot aufgenommen. Das Resultat war stark verbesserungswürdig und unharmonisch. Jeweils 2 identische Einzelbilder waren in der Bildfolge ausreichend, die Bewegung der Symbole musste in einem parallel geführten Skizzenblatt mit Pfeilen und Bewegungshäufigkeits-Strichen protokolliert werden. 8 Bildsituationen pro Sekunde Film ergab 480 Doppelbilder pro Filmminute. Der dann auf dem eigenen Schnittgerät montierte Film fiel zufriedenstellend aus und war ein willkommenes Unterrichtsmedium zur Verdeutlichung der Vorgänge. Ich schrieb einen Verlag an und man forderte eine Kopie meines Films zur Ansicht an. Nach mehreren Monaten des Wartens bekam ich ihn nach meiner Rückfrage wieder dankend zurück. Ich würde sicher einsehen, dass man als Verlag bessere Möglichkeiten hätte und man habe gerade mehrere Filme zur Erweiterung des Verlagsangebots in Arbeit. Um eine Erfahrung reicher wurde ich darin bestärkt die dwu- Unterrichtsmaterialiensammlung ganz als eigenes Webprojekt aufzubauen. In 2003 war Flash dann das geeignete Mittel, die alte Idee wieder aufzugreifen und SwishMax das ideale Programm dafür, um nicht nur Trickfilme zu erstellen, sondern diese auch interaktiv zu gestalten. Im Gegensatz zu Java-Applets liefen diese problemlos ohne lange Ladezeiten bis Flash in 2020 von Adobe aufgegeben wurde. Google bot im Web das Umwandlungstool Swiffy an, um Flash in HTML5 konvertieren zu können. Die dwu-Animation zum Elektromotor konnte damit erfolgreich in HTML5 umgewandelt werden, alles in einer Webdatei in einem Javascript-Code mit nötiger Runtime-Datei von Swiffy. Mitte 2016 nahm Google das Umwandlungstool vom Netz, weil es nicht mehr benötigt würde. Es begann eine lange Suche nach einer Aternative für die Umwandlung von interaktiven Animationen in HTML5, ohne alles nochmals neu schaffen zu müssen. Gleichzeitig wurde Flash nur noch im Abo-Modell angeboten, die neuen Browser verweigerten Flash in der Anzeige und der Flashplayer von Adobe verschwand von den Rechnern. Mit dem alternativen Flashplayer Ruffle (Open Source Project) wurde eine praktikable Lösung der Nutzung der dwu-Animationen gefunden, über eine lokale Installation von Ruffle oder durch Drag an Drop in der Demo- Website von Ruffle. Die dwu-Animationen sind daher jeweils für Physik / Mathematik in einem downloadbaren ZIP-Archiv zusammengefasst und leider nicht mehr innerhalb der dwu-Sammlung nutzbar.
 Die Zukunft der dwu-Sammlung:
Am 20.11.22 hat die dwu-Sammlung den Server der ZUM verlassen, um wieder ohne unnötige Umwege erreichbar zu sein, wie dies in den vorherigen Jahrzehnten der Fall gewesen war. All meine Webprojekte sind jetzt private Websites.
dwu-sessions Unter der Webadresse dwu-unterrichtsmaterialien.de findet man die Medien mit schnellem, intuitiven Zugriff und hoher Nutzung speziell der Interaktiven Lerndateien (dwu-Lernstudio) bei Übungen zu den Grundlagen der Mathematik (Bruchrechnen, Gleichungslehre, ... ) und der Physik (Elektrizitätslehre, Mechanik, Elektromagnetismus, Atomphysik, ...) mit z.B. über 45.000 Aufrufe interaktiver Lerndateien im Januar 2023 (über 1.000 Mathematik-Übungen pro Tag). Über das i-Symbol-Symbol erreicht man ein kleines ausdruckbares Themenlexikon zum jeweiligen Themenbereich.
Viele Benutzer-Feedbacks haben gezeigt, dass sie nach wie vor für den Unterricht, z.B. am interaktiven Whiteboard und die häusliche Nachhilfe gerne verwendet wird. Das Zugriffs-Problem auf die dwu-Animationen nach der Abschaltung von Flash schien lösbar mit Google-Swiffy, das aber während der Konvertierungsphase von Google nicht mehr zur Verfügung gestellt wurde. Eine praktikable, nicht kommerzielle und funktionierende Lösung wurde gefunden.
Die weitere Zukunft meiner Websites ist offen. Gehen wir mal davon aus, dass diese Sammlung noch einige Jahre unter den speziellen dwu-Nutzungsbedingungen angeboten werden kann  (keine OER-Lizenz, keine CC-Lizenz wegen der damit verbundenen Freigaberegeln).
Als Konstrukteur / Autor habe ich leider oft genug Verstöße gegen mein Urheberrecht erlebt und dagegen vorgehen müssen, wenn Kollegen z.B. meine Medien auf sich umettiketiert oder eine kommerzielle, unautorisierte Veröffentlichung mit fast ausschließlich meinen Werken gemacht haben, teils nicht sinnentsprechend, in schlechter Qualität oder nicht maßstabsgetreuem Koordinatensystem.
All meine Webprojekte stehen ohne Werbung, soziale Netzwerke oder aufwändige Servertechnik zur Verfügung. Es gibt dabei kein Tracking und keine Cookies.
Mit dieser Website werden keine Einnahmen gemacht.
Diese Sammlung wurde zur Zeit des PCs begonnen, bis 2012 ständig erweitert, liegt somit nicht in hybridem HTML vor und ist daher nur bedingt im Hochkant-Format nutzbar. Ein Support kann nicht geleistet werden. Informieren Sie sich bitte über die Hilfeseite.